Hier die Gewinner der Medienanalyse 2009 II, strukturiert nach Bundesländern und den tatsächlich gestiegenen Hörerzahlen (nicht prozentual):
Bayern:
1. Platz: Antenne Bayern (+ 89.000 Hörer)
2. Platz: Bayern 1 (+ 58.000 Hörer)
3. Platz: Bayern 3 (+ 26.000 Hörer)
In Bayern wird weiterhin viel Radio gehört. Antenne Bayern knackt wieder die Millionengrenze und gewinnt 89.000 Hörer dazu. Aber auch der Bayerischen Rundfunk kann in allen Wellen zulegen, Bayern 1 ist mittlerweile Marktführer in Bayern, wenn auch ziemlich knapp vor Antenne. Bayern 3 holt noch mal 26.000 neue Hörer dazu. Das Jugendradio Galaxy verliert 19.000 Hörer, Radio Charivari München muss ebenfalls 12.000 Hörer abgeben, die wahrscheinlich zu Radio Gong (+15.000 Hörer) gewechselt sind.
Baden-Württemberg:
1. Platz: SWR3 (+ 49.000 Hörer)
2. Platz: Die Neue 107.7 (+ 10.000 Hörer)
3. Platz: Die Neue Welle (+ 7.000 Hörer)
SWR3 gewinnt zum wiederholten Male Hörer dazu, diesmal 49.000. Dagegen muss die SWR-Welle 4 30.000 Hörer in BaWü abgeben. Jede Menge neue Hörer gibt’s für Die Neue 107.7. Überraschung bei der Neuen Welle Karlsruhe: 7.000 Hörer mehr, tolles Ergebnis für den kleinen Sender. Ansonsten gibts bei den Privaten einige Verlierer: Radio 7 muss 17.000 Hörer abgeben, Radio Regenbogen 14.000, 13.000 weniger bei Antenne1. NRJ Stuttgart hat 7.000 Hörer weniger.
Berlin-Brandenburg:
1. Platz: 94,3 rs2 (+13.000 Hörer)
2. Platz: Radio Berlin 88,8 vom rbb (+ 11.000 Hörer)
3. Platz: 104.6 RTL (+ 10.000 Hörer)
Am Berliner Radiomarkt sieht es etwas besser aus, als im Frühjahr. Platz 1 geht diesmal an rs2, mit 13.000 neuen Hörern. Ansonsten gewinnt der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit der Welle 88,8 11.000 neue Hörer. Auch 104.6 RTL holt 10.000 Hörer dazu. Größter Verlierer ist BB Radio, er muss 24.000 Hörer abgeben. Radioeins verliert 4.000 Hörer, Jazzradio muss 5.000 lassen.
Bremen:
1. Platz: Bremen 1 (+ 12.000 Hörer)
2. Platz. Bremen 4 (+ 5.000 Hörer)
3. Platz: NRJ Bremen (+ 4.000 Hörer)
In Bremen legen, wie in der letzen MA, alle Programme zu – es wird mehr Radio gehört in dem kleinen Bundesland. Platz 1 geht an Bremen 1 mit +12.000 Hörer. 5.000 Hörer holt sich der Partner Bremen 4. NRJ Bremen holt, auch wie beim letzten Mal, 4.000 Hörer.
Hamburg:
1. Platz: NRJ Hamburg (+ 6.000 Hörer)
2. Platz: Klassik Radio (+ 5.000 Hörer)
3. Platz: Das NEUE alter radio (- 1.000 Hörer)
Der Gewinner in Hamburg ist NRJ mit 6.000 neuen Hörern – Glückwunsch. Klassikradio gewinnt auch 5.000 Hörer dazu. Ansonsten verliert das NEUE alster radio entspannte 1.000 Hörer, Markführer Radio Hamburg verliert schon wieder, diesmal 9.000 Hörer. Außerdem muss noch Oldie95 7.000 Hörer abgeben.
Hessen:
1. Platz: HR3 (+ 49.000 Hörer)
2. Platz: Radio BOB! (+ 14.000 Hörer)
3: Platz: HR1 (+ 13.000 Hörer)
Glückwunsch an den Hessischen Rundfunk. Er gewinnt mit allen Wellen jede Menge neuer Hörer. Gewinner ist die Welle 3 mit 49.000 Hörern. Auch Radio BOB! gewinnt wieder, und zwar 14.000 Hörer. Marktführer FFH muss dagegen 7.000 Hörer abgeben, ist aber unangefochten die Nummer 1 in Hessen. Mit Main FM wird’s wohl nichts mehr, er verliert 6.000 Hörer und steht jetzt bei mageren 9.000 Hörern in der Stunde. Ein Todesurteil?
Mecklenburg-Vorpommern (leider nur Verlierer):
1. Platz: Ostseewelle (- 3.000 Hörer)
2. Platz: Antenne Mecklenburg-Vorpommern (- 6.000 Hörer)
In Mecklenburg-Vorpommern verlieren wieder beide privaten Sender, wie bei der letzten MA. Die Ostseewelle verliert dabei weniger Hörer als Antenne Mecklenburg-Vorpommern und bleibt Marktführer im Bundesland. Antenne Mecklenburg-Vorpommern hat jetzt “nur” noch 99.000 Hörer in der Stunde, rutscht damit seit langem unter 100.000.
Niedersachsen:
1. Platz: Hit-Radio Antenne (+ 65.000 Hörer)
2. Platz: Radio 21 (+9.000 Hörer)
3. Platz: Radio ffn (- 5.000 Hörer)
Marktführer ffn muss schon wieder Hörer abgeben, und zwar 5.000. Da könnte es wohl bald einen Wechsel geben, Hit-Radio Antenne gewinnt noch mal, und zwar sensationelle 65.000 Hörer und liegt nur noch 7.000 Hörer hinter ffn. Damit ist Hit Radio Antenne Niedersachen auf Platz 3 der Gewinner in der gesamten BRD. Radio 21 gewinnt 9.000 Hörer hinzu.
NRW:
1. Platz: WDR 2 (+ 76.000 Hörer)
2: Platz: Radio NRW (+ 5.000 Hörer)
3. Platz: Radio Essen (+ 2.000 Hörer)
Marktführer Radio NRW gewinnt 5.000 Hörer dazu. Der erste Platz geht aber eindeutig an WDR2, mit 76.000 neuen Hörern. Allerdings muss der WDR diesmal insgesamt viele Hörer abgeben und zählt zu den größten Verlierern dieser MA. Diesmal gehen 64.000 Hörer von der Jugendwelle 1Live, die 4. Welle verliert ganze 69.000. Die Sender der Westfunk Kombi gewinnen 49.000 Hörer – Glückwunsch.
Rheinland-Pfalz:
1. Platz: bigFM. (+ 16.000 Hörer)
2. Platz: Rockland (+ 7.000 Hörer)
3. Platz: SWR 1 (+ 6.000 Hörer)
In Rheinland Pfalz gewinnt der Jugendsender BigFM neue Hörer, 16.000 hier. Rock ist auch wieder mehr angesagt, 7.000 neue Hörer für Rockland. Beim Marktführer RPR1. ist es ein Auf und Ab, diesmal verliert er ganz schön, und zwar 34.000. SWR4 verliert 11.000 Hörer, die Welle 1 gewinnt aber 6.000. SWR3 holt auch in Rheinland Pfalz wieder mehr Hörer.
Saarland (leider nur Verlierer):
1. Platz: SR 1 (- 5.000 Hörer)
2. Platz: SR 3 (- 6.000 Hörer)
3. Platz: Radio Salü (- 13.000 Hörer)
Im Saarland sieht es chaotisch aus. Kein Bock mehr auf Radio? Alle Sender verlieren. Die öffentlich-rechtlichen Wellen SR1 + SR3 etwas weniger, Marktführer Radio Salü verliert ganze 13.000 Hörer und steht jetzt mit SR1 genau gleich – bei 68.000 Hörern in der Stunde.
Sachsen:
1. Platz: MDR1 (+ 29.000 Hörer)
2. Platz: Radio R.SA (+ 4.000 Hörer)
3. Platz: NRJ Sachsen (- 7.000 Hörer)
In Sachsen sieht’s nicht so berauschend aus. Hitradio RTL verliert hoch, ganze 50.000 Hörer. Ziemlich ungewöhnlich – hatten sie doch im Frühjahr haushoch gewonnen. Ist da alles mit rechten Dingen zugegangen? MDR1 diesmal auf Platz 1 mit 29.000 neuen Hörern. R.SA holt noch mal 4.000 Hörer. Radio PSR verliert stolze 24.000 Hörer.
Sachsen-Anhalt:
1. Platz: 89,0 RTL (+ 19.000 Hörer)
2. Platz: MDR1 (+ 15.000 Hörer)
3. Platz: Radio SAW (+ 5.000 Hörer)
In Sachsen-Anhalt sieht es ganz gut aus. Sieger ist 89,0 RTL, er gewinnt 19.000 Hörer. Marktführer SAW holt ebenfalls 5.000 neue Hörer. MDR1 ist auch in Sachsen-Anhalt wieder stärker, 15.000 Hörer für den öffentlich-rechtlichen Sender. Einziger wirklicher Verlierer ist Radio Brocken, er muss 6.000 Hörer abgeben.
Schleswig-Holstein:
1. Platz: delta radio (+ 1.000 Hörer)
2. Platz: Radio NORA (- 4.000 Hörer)
3. Platz: R.SH. (- 24.000 Hörer)
Einziger Gewinner in Schleswig-Holstein ist delta Radio mit mageren 1.000 neuen Hörern. Sonst verlieren alle Sender. Marktführer R.SH muss am meisten Hörer abgeben, 24.000. Schon das letzte Mal hatten die ganz schön verloren. Radio NORA verliert “nur” 4.000 Hörer.
Thüringen:
1. Platz: Antenne Thüringen (+ 0 Hörer)
2. Platz: LandesWelle Thüringen (- 5.000 Hörer)
3. Platz: MDR 1 Radio Thüringen (- 5.000 Hörer)
In Thüringen tut sich wenig. Marktführer Antenne Thüringen bleibt exakt gleich mit 198.000 Hörern in der Stunde. Die LandesWelle verliert wieder, und zwar 5.000 Hörer. Der öffentlich-rechtliche Konkurrent MDR1 verliert ebenfalls 5.000. Damit verliert der MDR als Einziger in Thüringen. Trotzdem alles sehr überschaubar in Thüringen.
Gesamt BRD: :
1. Platz: Antenne Bayern (+ 89.000 Hörer)
2. Platz: WDR 2 (76.000 Hörer)
3. Platz: Hit Radio Antenne Niedersachsen (65.000 Hörer)
Die öffentlich-rechtlichen Programme sind weiterhin nicht schlecht unterwegs, vor allem der HR, und der MDR. Aber auch einige Private holen wieder auf: Antenne Bayern ist Gewinner dieser MA, er holt 89.000 neue Hörer und knackt wieder die Millionengrenze. Hit Radio Antenne Niedersachsen legt um 65.000 Hörer zu und wagt sich immer weiter an Marktführer ffn ran. Der WDR schneidet mit der Welle 2 zwar gut ab, verliert aber mit den andern Wellen ordentlich! Größter Verlierer ist WDR4, mit 69.000 Hörern. Die Jugendwelle 1Live, dicht gefolgt, verliert 65.000. Von den Privaten trifft es am Meisten Hitradio RTL Sachsen, mit 50.000 Hörern weniger in der Stunde. Der Sender hat bereits bei der ag.ma Protest eingelegt. Marktführer RPR1. in Rheinland Pfalz verliert satte 34.000 Hörer







Der Tarifverband Privater Rundfunk (TPR) und die Gewerkschaften Deutscher Journalisten-Verband (DJV) und Verdi haben einen neuen Tarifabschluss erzielt.

